veröffentlicht um 12.07.2010 02:59 von Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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06.08.2010 01:03 wurde aktualisiert.
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Jan Witza wird ab dem 01. September 2010 als Jugendbildungsreferent im Landesjugendpfarramt arbeiten. Unser bisheriger Jugendbildungsreferent Tobias Petzoldt übernimmt zum 01. September 2010 die Dozentenstelle für Evangelische Bildungsarbeit mit Jugendlichen an der Evangelischen Fachhochschule Moritzburg. Jan möchte die Gelegenheit nutzen, sich an dieser Stelle kurz vorzustellen:
Guten Tag und Hallo! vom Schulanfänger über den Studenten, bis zum Einstieg in das Arbeitsleben, die meisten und größten Neuanfänge gibt es nach dem Sommer. So auch bei mir. Ich fange im Landesjugendpfarramt neu an. Mein Name ist Jan Witza und ich übernehme ab dem 1. September die Stelle des Jugendbildungsreferenten von meinem Vorgänger Tobias Petzold im Landesjugendpfarramt. Ich lebe seit acht Jahren in Sachsen, bin 27 Jahre alt, habe an der Fachhochschule in Moritzburg Religionspädagogik und Gemeindediakonie studiert, bin verheiratet und wohne in Dresden.
In den vergangenen vier Jahren war ich im Kirchspiel Radeberger Land als Gemeindepädagoge tätig und bin schon jetzt sehr auf die neue Aufgabe im Landesjugendpfarramt gespannt. Als Jugendbildungsreferent bin ich neben vielen anderen Dingen für Bildungsarbeit mit Ehrenamtlichen, jugendpolitische Tätigkeiten, Themen-Rüstzeiten und zur Unterstützung der Kirchenbezirke bei Jugendgottesdiensten, offenen Abenden und anderen Veranstaltungen ansprechbar und zuständig.
Ich freue mich auf die kommende Zeit und wünsche Dir und Ihnen und auch mir für allen Neubeginn nach dem Sommer Gottes Schutz und Segen! Einen schönen Sommer und bis zum 1. September Ihr / Euer Jan Witza |
veröffentlicht um 28.06.2010 01:34 von Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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28.06.2010 01:37 wurde aktualisiert.
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Jugendverbände gegen Täter in den eigenen Reihen
Erstmals in bundesweiter Qualifizierungsreihe 18 Führungskräfte zum Thema fortgebildet - Heike Siebert aus dem Landesjugendpfarramt Sachsens nahm erfolgreich teil und ist jetzt Vertrauensperson innerhalb der Ev. Jugend Sachsens Die Qualifizierungsreihe „PräTect …keine Täter in den eigenen Reihen!“, ein Präventionsprojekt des Bayerischen Jugendrings (BJR), das erstmals bundesweit angeboten wurde, befähigt Führungskräfte der Jugendarbeit, präventive Strukturen in ihren Organisationen zu schaffen und auszubauen. Heike Siebert, Landesjugendwartin im Landesjugendpfarramt Sachsens, hat erfolgreich an der einjährigen Qualifizierung teilgenommen und arbeitet ab dem 1. September 2010 innerhalb der Ev. Jugend Sachsens als Vertrauensperson und Qualitätsbeauftragte zum Schutze der Kinder und Jugendlichen gegen sexuelle Gewalt.
„Ich bin sehr froh, dass wir in der Jugendarbeit mit dem Thema „sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ offen umgehen, klare Strategien zur Abschreckung von Tätern haben und bei Vorfällen schnell und verantwortungsvoll reagieren können“, so Martina Kobriger, Präsidentin des Bayerischen Jugendrings (BJR). Gemeinsam mit Florian Dallmann, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR), übergab sie die Abschlusszertifikate an 18 Absolvent/-innen dieser besonderen Fortbildung.
Vertreter/-innen aus Politik und Fachwelt einig: Präventionsprojekt muss weitergehen Dallmann dankte dem BJR für die gute Zusammenarbeit: „Aufgrund des langjährigen Engagements des BJR gegen sexuelle Übergriffe mit dem Projekt „PräTect“, das seit über zehn Jahren in Bayern Beratung und Qualifizierung anbietet, konnten jetzt auch bundesweit wichtige Akzente gesetzt werden. Diese Arbeit muss weitergehen.“
Dafür sind mit der Qualifizierung von Heike Siebert auch innerhalb der Ev. Jugend Sachsens die Weichen gestellt worden und die Referentin des Landesjugendpfarramtes hofft jetzt auf breite Unterstützung ihrer Arbeit durch den Freistaat Sachsen.
Auch Prof. Dr. Mechthild Wolff von der Fachhochschule Landshut, aktuell Mitglied des Runden Tisches der Bundesregierung gegen Kindesmissbrauch, und Kai Sachs vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband lobten das Projekt als modellhaft für andere Bundesländer. Die wichtige Professionalisierung und Qualifizierung von Institutionen der Jugendarbeit in diesem Bereich, die das Projekt leistet, müsse unbedingt fortgeführt und auf eine breitere Basis gestellt werden.
Lückenlose Kontrolle nicht zielführend Die Absolvent/-innen der Qualifizierungsreihe stellten die Ergebnisse ihrer einjährigen Arbeit vor und diskutierten mit den Teilnehmenden über mögliche Wege, Prävention in ihren Jugendverbänden zu verankern. Prof. Wolff und Kai Sachs als Experten betonten, dass nur durch langfristige Prozesse der Organisationsentwicklung Missbrauch in Institutionen wirksam verhindert werden könne. Die aktuelle Krise biete die Chance, solche Prozesse flächendeckend einzuleiten. Diskussionen um gesetzliche Verschärfungen mit dem Ziel möglichst lückenloser Kontrolle der Verantwortlichen seien „Stellvertreterdebatten“ und im Hinblick auf den wirksamen Schutz von Kindern und Jugendlichen nicht zielführend. Es ginge vielmehr darum, aufbauend auf bewährten Maßnahmen, die es in vielen Arbeitsfeldern wie z.B. der Jugendarbeit bereits gibt, allgemeine, verbindliche Mindeststandards für Präventionskonzepte einzuführen. Diese müssten dann alle Institutionen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, verpflichtend umsetzen: etwa externe Beschwerdemöglichkeiten oder die feste Verankerung entsprechender fachlicher Fortbildung.
Offenheit und Transparenz statt Pseudo-Sicherheit durch Führungszeugnisse BJR-Präsidentin Kobriger unterstrich, dass eine informierte, transparente Organisationskultur sowie ein Klima, das die Beteiligung von Kindern fördert und ernst nimmt, sich als wirksame institutionelle Schutzfaktoren erwiesen hätten. „Kinder und Jugendliche in ihren Rechten zu achten, Offenheit im Umgang miteinander und transparente Strukturen tragen ganz wesentlich zu einer Kultur des Hinsehens bei, die wir so dringend brauchen. Führungszeugnisse – auch das erweiterte – können eine Pseudo-Sicherheit suggerieren, die genau diese Haltung unterläuft.“
Der BJR vertritt die Position, dass Führungszeugnisse keinesfalls ausreichende Sicherheit bieten können, was die persönliche Eignung von (haupt- oder ehrenamtlichen) Mitarbeiter/-innen angeht. „Eine Verschärfung der geltenden Gesetze in diesem Punkt ist nicht erforderlich. Sie würde nur den unverzichtbaren Prozess der Organisationsveränderung, der kontinuierlich lebendig gehalten werden muss, vorschnell wieder beenden“, so Kobriger. „Allzu leicht wiegt man sich innerhalb einer Organisation in Sicherheit, wenn überall nur weiße Westen blitzen. Aber genau diese Einstellung gilt es mit allem Nachdruck zu bekämpfen.“ Gerade im Bereich des Sexualstrafrechts bestehen hohe Dunkelziffern, viele Straftaten werden den Ermittlungsbehörden nie oder erst nach vielen Jahren bekannt.
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veröffentlicht um 21.06.2010 06:58 von Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wir sind mehr wert! - Wer heute kürzt, zahlt morgen drauf!
Milliarden Euro kürzen, zehntausende Stellen streichen – die Staatsregierung plant bei Kitas, Schulen, Hochschulen, im Jugend- und Sozialbereich, Kultur und bei der Polizei die massivsten Einschnitte seit 20 Jahren. Dagegen müssen wir uns gemeinsam wehren! Zukunft & Zusammenhalt - Das Bündnis für ein soziales Sachsen und die sächsischen Jugend-, Familien- und Wohlfahrtsverbände rufen zu einer Protestaktion auf. Schließt Euch den Protesten an am 16. Juni, 15 Uhr am Carolaplatz und ab 17 Uhr vor dem Landtag!
Die Staatsregierung will den nächsten Landeshaushalt auf einen Schlag um 1,7 Milliarden Euro kürzen. In den kommenden Jahren sollen tausende Stellen abgebaut werden. Damit setzt sie die Zukunft und Bildung von hunderttausenden Kindern, SchülerInnen, Studierenden, Auszubildenden und Benachteiligten aufs Spiel.
Ihre Chancen sind mehr wert!
Die Staatsregierung gefährdet die Arbeit von zehntausenden ErzieherInnen, LehrerInnen oder PolizistInnen sowie die Existenz von WissenschaftlerInnen, SozialarbeiterInnen, Kulturschaffenden sowie allen Beschäftigten der betroffenen Einrichtungen.
Ihre Arbeit ist mehr wert!
Für diese kurzfristigen Einsparungen müssen wir alle später doppelt draufzahlen. Denn hier zu sparen bedeutet für die Zukunft weniger Bildung, weniger Sozialarbeit, weniger Kultur, aber mehr Arbeitslosigkeit, mehr Kriminalität und mehr Rechtsextremismus.
Die Kürzungen sind keineswegs so unumgänglich, wie es die Regierung darstellt.
Wir sind mehr wert! Wer heute kürzt, zahlt morgen drauf!
Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen, sondern fordern: • alle Kürzungen in Bildung, Sozialem, Kultur im laufenden Haushaltsjahr 2010 zurücknehmen! • keine Mittelkürzungen und Stellenstreichungen bei Bildung, Jugend, Soziales und Kultur im Landeshaushalt 2011/12! • Kitas, Schulen, Hochschulen, Studentenwerke sowie Jugend-, Sozial- und Kultureinrichtungen angemessen ausstatten!
Der Aufruf wird von zahlreichen Organisationen und Bündnissen getragen und unterstützt. |
veröffentlicht um 21.06.2010 06:55 von Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jugendliche aus ganz Deutschland und Europa feiern bei EVA2010, der Peace Academy in und an der Frauenkirche Dresden, Pfingsten. Unter dem Motto "EVA spürt Verletzung und Zerstörung nach" erarbeiten sie in Workshops Friedensideen. Gemeinsam mit den Dresdnern und Besuchern der Stadt knüpfen die EVA-Teilnehmer im Pfingstgottesdienst in der Frauenkirche ein Netz der Verständigung und Versöhnung.
Die 200 Dauerteilnehmer der Peace Academy nehmen ein vielseitiges Angebot aus 12 Workshops, dem Pfingstgottesdienst, Konzerten, einem spirituellen Erfahrungsweg in der Frauenkirche und einem bunten Programm auf der "EVA-Insel" auf dem Neumarkt wahr. Mit Begeisterung und viel Engagement präsentieren die Jugendlichen zwischen 16 und 28 Jahren ihre Ergebnisse der Workshops. Bis in den Abend hinein wird gemeinsam getanzt, diskutiert, gelacht und sich besonnen - eine Gemeinschaft gelebt.
Gemeinsam mit den Jugendlichen hielt Stadtjugendpfarrer Georg Zimmermann die Predigt zum Pfingstgottesdienst in der mit 1.500 Menschen gefüllten Frauenkirche. Begleitet von den Worten Zimmermanns "Lasst uns ein Netz der Verständigung knüpfen, Verständigung in der Welt, Verständigung für ein friedliches Miteinander" flochten die EVA-Teilnehmer und Besucher des Gottesdienstes symbolisch gemeinsam ein Netz aus Seilen.
Am Samstagabend feierten die EVA-Teilnehmer und weitere Besucher mit den fünf Newcomern Sarah Brendel, "The title sequence", Samuel Anthes, Sofia Stark und Lilly Among Thorns ein gemeinsame Konzert in der Frauenkirche. Im spirituellen Erfahrungsweg am dritten EVA-Tag, Sonntag, 23. Mai, gingen die Jugendlichen in stillen Gesten den Wunden und Symbolen in der Frauenkirche nach und suchten ihren persönlichen Weg der Versöhnung. Am Montag sendete Landesjugendpfarrer Tobias Bilz in der Abschlussveranstaltung auf dem Neumarkt alle EVA-Teilnehmer mit leuchtenden Augen und einem vollen Herzen zurück nach Hause.
"Es ist wunderbar mit diesen begeisterten und so engagierten Jugendlichen gemeinsam bei EVA2010 in der Frauenkirche Pfingsten zu feiern. Die Jugendlichen tragen die Botschaft der Frauenkirche von Frieden und Versöhnung mit sich hinaus. Unser Konzept EVA2010 klein und intensiv zu erleben war ein Erfolg", so Sebastian Feydt, Frauenkirchenpfarrer und Sprecher der Geschäftsführung der Stiftung Frauenkirche Dresden.
Die EVA-Veranstalter sind die Stiftung Frauenkirche Dresden, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) und die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens. EVA dankt den dreißig Ehrenamtlichen, die durch ihren Einsatz, die Durchführung von EVA2010 ermöglichten. Des Weiteren gilt der Dank der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche e.V., die EVA2010 unterstützte. |
veröffentlicht um 21.06.2010 06:54 von Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Die Staatsregierung hat drastische Einschnitte in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales vorgenommen. Weitere gravierende Kürzungen für die Folgejahre sind angekündigt. Gegen diese kurzsichtige Kürzungspolitik hat sich am 27. Mai 2010 in Dresden ein Bündnis für ein soziales Sachsen gegründet. Auch der Landesjugendpfarrer Tobias Bilz hat an der Gründungsveranstaltung teilgenommen und als Vorsitzender der Landesjugendkammer die Gründungsurkunde mitunterzeichnen. Weitere Unterzeichner waren die Vertreter von Sächsischen Hochschulen, des KJRS, der Bundesschülerkonferenz und der AWO. Unterstützt wird das Bündnis von zahlreichen Organisationen und Interessenverbänden.
Das Bündnis „Zukunft & Zusammenhalt“ fordert: • Aufstockung der Mittel in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales auf das Niveau von 2009 • keine weiteren Kürzungen, die das Aufwachsen, Lernen, Arbeiten und Leben in Sachsen gefährden und die den gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes aufs Spiel setzen
Ziel von „Zukunft & Zusammenhalt“ ist es: • einen breiten gesellschaftlichen Diskurs darüber anzustoßen, wie die Gesellschaft in Sachsen zukünftig aussehen soll • Akteure aus den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales zu vernetzen und damit Aktionen und Initiativen auf Landes- und Kommunalebene zu befördern • Mit einer Vielfalt von Bündnispartnern dafür einzutreten, dass das in den vergangenen 20 Jahren erfolgreich Aufgebaute nicht einer kurzsichtigen Sparpolitik geopfert wird!
Das Bündnis hat im Ergebnis der Gründungsveranstaltung dazu aufgerufen, eine Koordinierungsgruppe für die zukünftige Arbeit zu bilden und lädt alle Unterstützer ein sich daran zu beteiligen. |
veröffentlicht um 21.06.2010 06:46 von Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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21.06.2010 06:54 wurde aktualisiert.
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In Vorbereitung auf den Evangelischen Kirchentag in Dresden 2011 verabschiedete die Landesjugendkammer auf Anregung des Landesjugendkonventes in ihrer Frühjahrssitzung folgenden Aufruf an die Evangelische Jugend:
Die Landesjugendkammer ermutigt die Evangelische Jugend in Sachsen, sich auf allen Ebenen: Landesjugendpfarramt, Jugendarbeit in den Kirchenbezirken und in den Kirchgemeinden aktiv am Deutschen Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden zu beteiligen. Schwerpunkt des Engagements soll die Mitarbeit im Zentrum Jugend des Kirchentags sein.
Besonders motivieren möchte die Landesjugendkammer dazu, Jugendliche aus unseren internationalen und interkulturellen Partnerschaften einzuladen und gemeinsam im Zentrum Jugend mitzuwirken. Vor allem das großzügige Angebot des Kirchentages für eine Beteiligung junger Menschen aus Mittel- und Osteuropa zu einem außerordentlich günstigen Preis, sollte Ansporn sein, diese Chance zu nutzen. (24,- € pro Person inkl. Eintritt, Übernachtung in Massenquartieren mit Frühstück und Nahverkehrsticket). |
veröffentlicht um 21.06.2010 06:42 von Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Eindrücke aus sächsischer Sicht vom 2. Ökumenischen Kirchentag
„Sächsische Botschaft“ – unübersehbar überspannt der Schriftzug weiß auf grün den Messestand in Halle A6. Hinter der Bar und im Cafèbereich laden die „Botschafter“ in ihren dunkelgrünen T-Shirts fußmüde Messegäste zum Verweilen ein. Bei einem Kaffee oder Tee und sächsischen Knabbereien erzählen sie Kirchentagsbesuchern mal auf Sächsisch, mal in Englisch, aber immer mit guter Laune, welche Botschaft sie mitgebracht haben nach München.
Die mehr als 30 ehrenamtlichen Jugendlichen und die Mitarbeiter der Katholischen und der Evangelischen Jugend in Sachsen haben keine Mühen gescheut, ihrem Kirchentagsstand eine einladende und gesprächsanregende Atmosphäre zu geben. „Die Sächsische Botschaft ist“, so Alfred Debus vom Evangelischen Landesjugendpfarramt, „für einige Sachsen zu einem Ort geworden, an dem sie sich „daheeme fühlen“, mitten im Messe-Getümmel des Ökumenischen Kirchentages.
Aber auch Nicht-Sachsen fühlen sich angezogen vom Kaffee-Duft und von den leuchtenden Blüten des großen Hoffnungsbaumes. Und wer es geheimnisvoller mochte, der konnte in dem kleinen schwarzen Zelt mit der Riesenbrille auf dem Dach erfahren, wie die ökumenische Hoffnung schon hier und jetzt erlebbar werden kann. Der Blick durch die katholische und die evangelische Brille zeigte das gleiche Bild: mal fröhliche, mal nachdenkliche Menschen, junge und alte, mit orangenem Kirchentagsschal oder leuchtendgelbem, immer aber im Gespräch miteinander, achtsam und interessiert. Gern nutzten die Gäste auch die Möglichkeit, Freunden und Daheimgebliebenen von einem der aufgestellten PCs eine Kirchentags-E-Card zu senden. Besonders bei Kindern und Junggebliebenen beliebt war der Rollstuhlparcour des Behindertendienstes. Die kurfenreiche Strecke über Rampen und Hindernisse stellte selbst sportlich Geübte auf eine echte Probe und ließ erahnen, vor welchen Herausforderungen Behinderte in ihrem Alltag stehen.
Auch prominente Gäste aus Politik und Kirche fanden den Weg in die Sächsische Botschaft. Einer der Gäste des ersten Tages war Martin Dulig, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der sächsischen SPD. Im Gespräch mit den Landesjugendpfarrern und anderen Standbesuchern erzählte er von seiner Beheimatung in der evangelischen Kirche in Sachsen, seinen Erfahrungen als Christ in der SPD, seinen Hoffnungen für die politische Zukunft in Deutschland und dass man als überzeugter Christ in der Politik durchaus Unterstützung gebrauchen könne. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière ließ es sich nicht nehmen, am Stand der Sächsischen Botschaft Halt zu machen. In einem langen Gespräch mit Jugendlichen und Mitarbeitern der Jugendarbeit ermutigte er zu stärkerem politischem Engagement der Jugendlichen. Als Präsidentin des 33. Evangelischen Kirchentages 2011 in Dresden war es Katrin Göring-Eckardt ein besonderes Anliegen, die Sächsische Botschaft in München zu besuchen. Mit Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, durften die sächsischen Botschafter am Samstag prominenten katholischen Besuch empfangen.
Nach drei turbulenten, gesprächsintensiven und schlafarmen Tagen schloss am Samstag der Messestand der Evangelischen und Katholischen Jugend aus Sachsen. Ihre Botschaft der gelebten Ökumene wird weitergetragen werden, denn in München wurde sie für viele erfahrbar, spürbar, sichtbar. |
veröffentlicht um 21.06.2010 06:40 von Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Die Landesjugendkammer, das höchste Gremium der evangelischen Jugend in Sachsen, hat auf seiner Frühjahrstagung einen neuen Vorstand gewählt. Die wahlberechtigten Mitglieder setzen sich je zur Hälfte zusammen aus ehrenamtlichen Vertretern aus dem Landesjugendkonvent und hauptamtlichen Vertretern der evangelischen Jugendarbeit sowie dem Landesjugendpfarrer. Sie wählten den Landesjugendpfarrer Tobias Bilz zu ihrem Vorsitzenden, Stellvertreter ist Sebastian Gunkel, Theologiestudent aus Leipzig und Vertreter des Landesjugendkonvents. Den Vorstand komplettieren Philine Hommel, ebenfalls aus dem Landesjugendkonvent, sowie Marion Kunz, Jugendwartin in Leipzig, und Johannes Neudeck vom CVJM.
Traditionell zur Frühjahrstagung entschieden die Mitglieder der Landesjugendkammer auch über den Sonderzweck des Jugenddankopfers. Aus den vier sozialen Projekten, die von Jugendlichen vorgestellt worden waren, wählte die Landesjugendkammer ein Projekt in Beit Jala / Palästina aus. Dort soll eine Therapiestation für behinderte Kinder entstehen.
Menschen mit Behinderungen werden in Palästina kaum wahrgenommen und noch weniger gefördert. Die Angehörigen verstecken sie aus Angst vor der öffentlichen Meinung in den Wohnungen. Der Behindertendienst der Jungen Gemeinde in Sachsen hat seit vielen Jahren Kontakt zu Lifegate, einer Nicht-Regierungsorganisation in Beit Jala, die in der Rehabilitation behinderter Kinder und junger Menschen tätig ist. Die Organisation unterhält das einzige Berufsausbildungszentrum für Menschen mit Behinderung, über 40 von ihnen werden dort mit Arbeit und einem geringen Einkommen versorgt. Bis heute fehlt aber eine Therapieabteilung mit Physiotherapie, Ergotherapie und Heilerziehung.
Mit dem Geld, das die Jugendlichen 2010 sammeln werden, möchte der Behindertendienst in Beit Jala eine ambulante Therapieabteilung aufbauen, in der deutlich mehr Kinder und Jugendliche als bisher betreut werden können.
Im vergangenen Jahr haben die evangelischen Jugendlichen in allen Kirchenbezirken der Landeskirche insgesamt 76.417,66 € gesammelt. Jeweils ein Drittel des Jugenddankopfers unterstützt die Jugendarbeit in den Kirchenbezirken, Projekte und Rüstzeiten auf landeskirchlicher Ebene und den sog. Sonderzweck, ein besonderes soziales Projekt.
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veröffentlicht um 21.06.2010 06:33 von Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Das Projekt „Bridges through dance“ des Referats Interkulturelle Bildung mit dem International Centre vom 02.-11. März 2010 in Bethlehem war ein voller Erfolg - inspirierend, spannend, anstrengend und viel zu kurz. Noch immer schwingen die arab. Melodien, Dabke-Tanzschritte und das laut schallendes Lachen in uns nach… Wir sind zurück in Sachsen und trösten uns damit, dass dies kein Abschluss, sondern der Auftakt eines neuen Austauschprogramms mit unseren palästinensischen Freunden des „Diyar Dance Theatre“ aus Bethlehem war.
Gearbeitet, geleitet und trainiert haben wir als gemischte Gruppe (15 arabische und 7 sächsische Jugendliche) mit dem Choreograph Mohammed, dem Folkdance-Lehrer Shadi und Caroline Richter vom Landesjugendpfarramt. Aber auch die Teilnehmer/innen selbst brachten sich mit Methoden und Spielen ein. Voneinander lernen und gemeinsam ausprobieren stand im Mittelpunkt. Verschiedenste Theater- und Tanzelemente wurden mit großem Körper- und Lachmuskeleinsatz ausprobiert.
Am 08. März kam es zu unserer ersten öffentlichen Präsentation- im International Centre of Bethlehem: Auf der Bühne - eine stimmungsvolle Choreographie über jene "Brücken", welche wir in diesen Tagen als zwei Kulturen gegangen und getanzt sind; auf den Stühlen - rege Publikumsbeteiligung, Nachfragen und anschließendes Mittanzen. Bei allen zum Abschluss strahlende Gesichter!
Neben dem täglichen Training haben wir Bethlehem erkundet, die palästinensische Situation erforscht (Wie ist es, hinter einer Mauer zu leben? Was sind die Konsequenzen für das tägliche Leben? Wie lebt es sich als Christ in der Minderheit?), Kirchen und Universitäten von innen gesehen, das Al-Kasaba-Theatre in Ramallah besucht und mit dem ersten Schauspiel-Jahrgang der Westbank gemeinsam improvisiert und getanzt. Was bleibt? Die wunderbare Erfahrung, 200% willkommen geheißen zu werden. Neugier, Offenheit, viel Humor, Dynamik und starke bis ambivalente Eindrücke einer wunderschönen Stadt. Wir kommen wieder! Aber zuvor: herzliche Einladung zum Austausch und gemeinsamen Tanztheater-Auftritt in Dresden im Mai/Juni 2011 !! Fotos und neue Projekt-Ausschreibungen gibt es bei: http://www.internationalsachsen.blog.de/ |
veröffentlicht um 09.06.2010 02:01 von Bereich Sekretariat
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aktualisiert 21.06.2010 06:19 von Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Tobias Petzoldt, Jugendbildungsreferent im Landesjugendpfarramt, wird ab September 2010 eine Dozentenstelle für Evangelische Bildungsarbeit mit Jugendlichen an der Evangelischen Fachhochschule Moritzburg antreten.
Damit beendet er seine 5-jährige Arbeit im Landesjugendpfarramt, wo er u.a. Fortbildungsangebote für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen verantwortet, Kirchenbezirke und Gemeinden bei Jugendgottesdiensten, Offenen Abenden oder Jugendtagen unterstützt und die Evangelische Jugend in verschiedenen jugendpolitischen Gremien vertritt.
Zu seinen neuen beruflichen Zielen sagt Tobias Petzoldt: „Das ist eine schöne und natürlich sehr herausfordernde Aufgabe, der ich mit großem Respekt und Vertrauen auf Gottes Begleiten entgegen sehe. Ich bin gespannt darauf und danke für alles Mitfühlen, Mitdenken, Mitbeten.“
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